Rundwanderweg zum Heidetränk Oppidum

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Heidetränk-Oppidum & Keltenrundweg

Rundwanderweg für Geschichts-Neugierige

Auf den Hängen des Urselbachtals (Heidetränktal) bei Oberursel befindet sich eines der europaweit bedeutendsten keltischen Oppida (Oppidum = befestigte, stadtartig angelegte Siedlung).

Mit seinen Ringwällen über zwei Bergrücken (Goldgrube und Altenhöfe) erstreckt sich das Heidetränk-Oppidum über eine Fläche von ca. 130 Hektar. Die ehemalige Keltensiedlung lag am nördlichen Rand des keltischen Kulturkreises, die Funde reichen bis in das 5. Und 3. Jahrhundert vor Christus zurück, wobei das eigentliche Oppidum mit der flächenmäßigen Größe einer Stadt erst zum Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. entstand. Neben den Ringwällen sind ca. 160 sogenannte Wohnpodien (Terrassierungen auf denen wahrscheinlich Häuser standen) archäologisch nachgewiesen. Darüber hinaus wurden Pfostenlöcher, Herdstellen und Reste diverser Gerätschaften zur Feld- und Gartenarbeit gefunden. Weiterhin fand man Werkzeuge, die ein ausgeprägtes Handwerk belegen, außerdem keltische Münzen, vor allem den sogenannten „Nauheimer Quinar“, der wahrscheinlich sogar im Oppidum selbst geprägt wurde. Ein Großteil der Funde befindet sich heute im Vortaunus-Museum in Oberursel. (zur Website des Museums »)

Als Besucher der ehemaligen Keltensiedlung erkennt man heute vor allem die langgestreckten Ringwälle auf der Goldgrube, welche die Überreste von Trockenmauern sind, die zum Schutz der Stadt vor Angreifern dienten und Machtsymbol zugleich darstellten. Der Zugang zur Siedlung durch den äußeren Umfassungswall, der aus einer 4 bis 5 Meter hohen und breiten Pfostenschlitzmauer bestand, erfolgte durch sogenannte Zangentore auf verschiedenen Seiten des Walls. Heute erkennt man besonders deutlich – anhand der Bodenerhebungen im Wald – das südöstliche sowie das nordöstliche Zangentor. Insgesamt gab es dort sechs Toranlagen.

Keltenrundweg

Der Rundwanderweg, der als Wegesymbol einen stilisierten Kopf eines Kelten auf einer geprägten Münze zeigt, führt Sie über eine Strecke von etwa 4,3 Kilometer vorbei an Stellen der historischen, keltischen Stadt. Er ist mit ausführlichen, mehrsprachigen Schautafeln ausgestattet und führt über den auf der Goldgrube gelegenen Teil des Oppidums. Start des archäologischen Rundwanderweg ist am Taunus-Informationszentrum, dort erhalten Sie auch einen Flyer zum Weg, der den genauen Verlauf des Wanderweges aufzeigt. (Tourist-Information im Vortaunusmuseum, Marktplatz 1, 61440 Oberursel)

Bildquelle: wikipedia

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